JU-Chef über seine Erwartungen an Merz | Krawalle in Frankreich | Nvidia-Kooperation mit Deutschland
Shownotes
"The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/40vucZ8Frankreichs Krise, der Streit um die Rentenreform und die Frage, ob eine Qualle den Traum vom ewigen Leben wahr machen kann – darum geht es in dieser Ausgabe.
Karina Mößbauer blickt auf die dramatischen Ausschreitungen in Frankreich. Nach gewaltsamen Protesten, Plünderungen und Angriffen auf öffentliche Einrichtungen steht Präsident Emmanuel Macron unter massivem Druck. Die Unruhen werfen grundsätzliche Fragen auf: Wie stabil ist die französische Demokratie, wenn das Vertrauen in den Staat schwindet? Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein freiheitlicher Rechtsstaat seine Ordnung durchsetzen und zugleich die Voraussetzungen für gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern kann.
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Außerdem: Karina Mößbauer spricht mit Johannes Winkel, dem wiedergewählten Vorsitzenden der Jungen Union. Mit einer Rekordzustimmung von 94,3 Prozent geht Winkel gestärkt aus dem Deutschlandtag hervor. Im Zentrum steht der Streit um die Rentenreform: Bundeskanzler Friedrich Merz hat Veränderungen versprochen, doch die Junge Union bleibt wachsam.
Was ist an den Finanzmärkten los? Das erfahren Sie im Frontrunners-Podcast jeden Morgen ab 5 Uhr. Die Tonspur dieser Folge wurde mit einer auf Basis der Stimme von Gabor Steingart trainierten KI produziert.
In der Hauptstadt lädt der Kanzler zum Investitiongipfel. Und hat Großes vor mit Nvidia-Chef Jensen Huang.
Und zum Schluss geht es um ein Tier, das die Grenzen des Alterns auf verblüffende Weise infrage stellt: die unsterbliche Qualle (Turritopsis dohrnii). Wird es für sie eng, kann sie in ein früheres Entwicklungsstadium zurückkehren und sich neu entwickeln.
News statt Noise. Inspirierend, unabhängig und 100 % werbefrei. Wir wollen nicht missionieren, sondern informieren. Die Meinung des Anderen gehört zelebriert.
An dieser Podcast-Folge haben redaktionell mitgewirkt: Stefan Lischka, Nina Hecklau, Kira Braun, Markus Pfander und Marc Saha (Interviewplanung). Produktion: Thomas Güthaus
1. 00:00:15 | Ausschreitungen in Frankreich 2. 00:05:48 | Themenüberblick 3. 00:06:24 | Interview mit Johannes Winkel 4. 00:17:22 | Pioneer Bootcamp "Best of AI" 5. 00:18:11 | Was heute in der Hauptstadt los ist 6. 00:20:52 | Was heute an den Finanzmärkten los ist 7. 00:23:24 | Was Karina überrascht hat ID:{4Oqp8JzJQDtl6oXT6Ejxmf}
Transkript anzeigen
00:00:01: Guten Morgen, mein Name ist Karina Mößbauer und wir starten jetzt gemeinsam in diesem neuen Tag.
00:00:12: Heute ist Dienstag der zwanzigste Oktober Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.
00:00:22: Die Verheißung der französischen Revolution wurde zur Maxime einer weltweiten Bewegung für Demokratie, Bürgerrechte, Rechtsstaat.
00:00:32: Und auch, wenn die USA mit ihrer Unabhängigkeitserklärung von siebzehn sechs und siebzig – und ihre Verfassung von sieben sieben achtzig noch schneller waren werden die Errungenschaften die Werte und Ideen der Aufklärung in einem Verfassungsstaat zu garantieren für immer auch mit Frankreich verbunden bleiben.
00:00:53: Frankreich brachte Voltaire hervor, der sich Zeitlebens für Meinungsfreiheit und gegen Willkürherrschaft stark machte Montesquieu, den Vordenker der Gewaltenteilung und Rousseau.
00:01:05: Der die Prinzipien Volkssouveränität und Freiheit beragierte.
00:01:15: Doch knapp zweihundertvierzig Jahre später ist Frankreich kein Leuchtturm des politischen Fortschritts mehr.
00:01:23: Kein Aushängeschild der modernen Demokratie.
00:01:27: Am Wochenende gingen viel mehr verstörende Bilder aus Frankreich und die Welt.
00:01:33: Es waren teilweise apokalyptische Szenen von Anarchie, Vandalismus, Plünderungen, Straßenschlachten, Brandschatzung – ein enthemter Mob!
00:01:45: Das Rathaus in Limoges überstand zwei Weltkriege gegen Deutschland.
00:01:51: Am Wochenend stürzte es aber ein nachdem radikale es in Brand gesetzt hatten.
00:01:57: Medien berichteten.
00:01:59: Ziele der Ausschreitungen wurden auch weitere Rathäuser, Polizeistationen ein Tourismusbüro in Lyon Universitäten einen Fernsehsender Frankreich am Wochenende.
00:02:10: kurzum Bürgerkriegsartige Zustände und ein überfordertes Staat.
00:02:16: Der Präsident wandte sich an die Nation.
00:02:19: Er sagte heute Abend empfinden wir alle Wut und Scham.
00:02:38: Die Ansprache von Emmanuel Macron wirkte aber hilflos vor dem Hintergrund der Zerstörungswut, die sich auch gegen staatliche Institutionen richtete.
00:02:49: Außerdem gab es gezielte Angriffe auf jüdische Geschäfte und eine Synagoge.
00:02:55: Dazu mehrere von Palestina-Flaggen.
00:03:01: Was als Schülerprotest gestartet war, ist inzwischen eine Sammelveranstaltung die als Ventil für Volkszorn, Hass und auch Ablehnung des französischen Staats des Systems dient – und deren Teilnehmer das demokratische Versammlungsrecht längst überschritten
00:03:19: haben.".
00:03:20: Sind diese Ausschreitungen in Frankreich ein Fanal?
00:03:24: Endzeitvorboten von Demokratie und Rechtsstaat, der ehemalige Bundesverfassungsrichter Ernst Wolfgang Böckenförde formulierte schon in den Sechzigerjahren die zentrale Schwachstelle eines freiheitlichen sekularisierten Staats.
00:03:40: Dieser lebe so Böckenförde von Voraussetzungen, die er selbst eben nicht garantieren kann!
00:03:48: Denn der liberale Staat ist darauf angewiesen, dass seine Bürger sich zu ihm bekennen.
00:03:54: Demokratische Normen und eine pluralistische Gesellschaft akzeptieren Toleranz nicht nur für sich in Anspruch nehmen sondern auch demgegenüber entgegenbringen.
00:04:06: Es sind Voraussetzungen die auf freiwilliger Basis aufgebracht werden Und von jedem Einzelnen verinnerlicht sein müssen.
00:04:15: Was der Staat, also die jeweiligen Regierungen aber sicherstellen müssen ist, dass das System in den Augen der Bürger funktioniert.
00:04:24: In vielfältiger Weise!
00:04:26: Dazu gehört, die rechtsstaatliche Ordnung konsequent durchzusetzen.
00:04:31: Dazu gehört auch offensichtliche Missstände zu bekämpfen – Bildungsungerechtigkeiten, Perspektivlosigkeit im Borlioz, Wohnungsnotstand und kontrollierte Migrationen.
00:04:43: Dazu gehört zudem Reformfähigkeit demonstrieren.
00:04:47: Sozial- und Steuersysteme, Arbeitsmarktregulierung, allgemeine Verwaltung – alles muss konstant an neue Herausforderungen angepasst werden.
00:04:58: Mangelnder Veränderungswille und Auslagerung über immer mehr Verschuldung führt wie nun in Frankreich zu beobachten zur Paralyse.
00:05:07: Aber wenn die Probleme zu groß Und die Problem-Lösungskompetenz bzw.
00:05:13: Bereitschaft in der politischen Mitte zu klein sind, gewinnen Rattenfänger von links und rechts.
00:05:20: Umso wichtiger ist es, dass die politische Mitte unbequeme Fragen nicht nur stellt, sondern auch
00:05:26: beantwortet.".
00:05:28: Wie sagte eins Camille?
00:05:37: Zitat Ende Und das gilt sowohl für die Bürger als auch für die staatlichen Repräsentanten.
00:05:49: Unsere weiteren Themen heute Morgen Der CDU-Abgeordnete und wiedergewählte junge Unionchef Johannes Winkel fordert bei seinem Lieblingsthema Rentenreform mehr Kreativität von der SPD.
00:06:02: Also
00:06:02: es liegt ja an der SPD, wenn sie einen Punkt herauslösen will zu sagen wie können wir das denn kompensieren?
00:06:08: Wie können wir euch denn entgegenkommen?
00:06:09: Das ist keine Aufgabe die die Union hat!
00:06:11: Wir hören das Update von den Finanzmärkten... ...und wir lernen ein Tier kennen, dass vielleicht der Schlüssel zum ewigen Leben sein könnte.
00:06:23: Ich war und bin stolz, Herr Ula zu sein.
00:06:25: Die Junge Union ist die beste Truppe in der Union, liebe Freundinnen und Freunde!
00:06:30: Er ist der Chef dieser besten Gruppe in Der Union – Johannes Winkel, thirty-four Jahre alt.
00:06:38: Am Wochenende auf dem sogenannten Deutschlandtag wurde er neut zum Vorsitzenden seiner Truppe gewählt Und das mit einer Rekordzustimmung von ninety vier Prozent.
00:06:51: Winke führt seine Rentenrebellen also weiterhin an im Kampf für ein schnelles Erreichen der Renten-Reformen.
00:06:59: Am Samstag versprach der Kanzler jedenfalls hoch unheilig, dass die Reformen so kommen wie die Jungen sie fordern.
00:07:06: Ihr
00:07:07: habt mich dabei an eurer Seite.
00:07:09: Ich möchte, dass wir eine Reform verabschieden, die den Namen verdient und die vor allem Rücksicht nimmt im Sinne der Generationengerechtigkeit auf die junge Generation in unserem
00:07:20: Land.".
00:07:20: Bei der Jungen Union bleibt man dennoch wachsam – versprechen kann man ja schließlich viel!
00:07:26: Und die neunzigtausend Mitglieder haben nicht vor sich dauerhaft enttäuschen zu lassen.
00:07:32: Nicht vom Kanzler Aber auch nicht vom Koalitionspartner SPD.
00:07:38: Was genau erwartet Johannes Winkel also von März und den Sozialdemokraten?
00:07:43: Das erfahren wir jetzt!
00:07:47: Guten Morgen, Johannes Winke.
00:07:51: Herr Winkel, die Junge Union beklagt ja eine programmatische Lehre der Mutterparteien.
00:07:57: Wollte da ja gezielt auch diese Lehrstelle jetzt abdecken unter anderem mit dem Deutschlandtag?
00:08:04: Wo würden Sie dann sagen sind Bereiche wo die Union wesentlich mutiger noch mit ihren Ideen auftreten müsste?
00:08:12: Ja wir haben ja auch über das Thema Gerechtigkeit gesprochen.
00:08:15: ich finde Gerechtigkeiten ist so ein Thema was was die SPD in den letzten zehn, fünfzehn Jahren ziemlich einseitig bespielt hat.
00:08:23: Was ja aber nicht dazu führt dass die Menschen in Deutschland das Gefühl haben es geht unfassbar gerecht zu in Deutschland sondern dass vor allen Dingen die Kosten in Deutschland ziemlich stark gestiegen sind für den Bereich Sozialstaat und wir überschreiten in diesem Jahr zum ersten Mal die Schwelle von zweihundert Milliarden Euro in einem Jahr nur für das Ministerium von Alexander Schweizer.
00:08:43: und gleichzeitig habe ich nicht das Gefühl dass die Neben diesem finanziellen Rekord gibt es jetzt auch ein Gerechtigkeitsrekord in Deutschland, eher im Gegenteil.
00:08:52: Also die SPD hat viele Wähler in den letzten zehn Jahren verloren und wir haben auch viele Wählern verloren.
00:08:58: Und deswegen müssen wir uns vielleicht die Frage stellen so wie Gerechtigkeit nämlich in Berlin definiert wird, nämlich vor allen Dingen viel Geld ausgeben?
00:09:05: Vielleicht ist das ja gar nicht so und vielleicht hat er eher wieder was damit zu tun dass wir auch wieder die Leute in den Blick nehmen müssen die den Sozialstaat durch ihre Arbeit, durch ihre Steuern und Abgaben jeden Tag finanzieren.
00:09:17: Und gleichzeitig auch nicht die aus dem Blick verlieren, die ihn brauchen, die in Not sind, die ihm wirklich sozusagen die Hilfe der Allgemeinheit benötigen aber eben auch wieder stärker die Leute in den Blick nehmen, die ihnen finanziert.
00:09:28: Das stellt sich bei ganz vielen Fragen bei der Arbeitsmarktpolitik – aber natürlich auch bei der Sozialstaatspolitik insgesamt!
00:09:36: Generationengerechtigkeit ist ein anderes Thema.
00:09:38: Also ich glaube, da gibt es viele Facetten von dieser Gerechtigkeitsdebatte die aufgekommen sind und die ich auch ein Stück weit versucht habe mit anzustoßen in den letzten Wochen wo wir uns einfach neu aufstellen müssen als politische Mitte.
00:09:50: Gemeinsame Entscheidungen müssen ja vor allem bei der Rente jetzt gefällt werden.
00:09:56: Es heißt immer, bei der Rente mit dreiundsechzig gibt es ein Einsparvolumen von zehn Milliarden.
00:10:00: Jetzt wissen wir alle dass das vermutlich nicht so kommen wird hundertprozent wie die Vertreter der Jungen Union sich das wünschen sondern dass man eben bei den Härtefallregeln das so ausgestaltet, dass das Einspar-Volumen nicht bei zehn Milliarden liegt oder beider Übergangsfrist.
00:10:18: Wie weit ist der Spielraum, wie viel würden Sie mitmachen?
00:10:24: Was sagen Sie?
00:10:24: das Minimum, was man einsparen muss.
00:10:28: Ich finde zum ersten Mal es liegt ja ein Kompromiss auf den Tisch.
00:10:31: also die Empfehlung der Rentenkommission ist kein Papier, was die Junge Union aufgeschrieben hat sondern das ist ein Papier was SPD-Vertreter zusammen mit Unionsvertretern und vielen Experten auf den Tisch gelegt haben.
00:10:44: Und Herr Schweizer hat natürlich recht, das ist eine Diskussionsgrundlage dieses Expertenpapier.
00:10:49: aber diese Diskussion Grundlage wurde von der Bundesregierung angenommen und sie wurde auch von den Fraktionsführungen angenommen.
00:10:56: Exakt!
00:10:56: Aber es ist ja trotzdem die Frage wie man's dann konkret ausgestaltet?
00:10:59: Das meine ich ja.
00:10:59: bei der Übergangsfrist macht sich ein Unterschied ob man sagt drei Jahre fünf Jahre zehn Jahre oder bei den Härtefallregeln ist auch die Frage fallen da ganze Berufsgruppen drunter oder eben nur einzelne einzelne Angestellte, die irgendwann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr können.
00:11:15: Natürlich muss man über so was diskutieren.
00:11:17: ich bin natürlich dafür dass wir das möglichst zügig auch umsetzen.
00:11:20: Das waren übrigens auch die Empfehlungen der Rentenkommission da jetzt nicht Ewigkeiten drauf zu warten weil der demografische Wandel natürlich so ist wie er ist.
00:11:28: nur wissen Sie bevor wir über irgendwas diskutieren brauchen wir ja erst mal einen Gesetzentwurf.
00:11:34: also wir warten darauf jetzt seit ziemlich langer Zeit und Das parlamentarische Verfahren ist für mich eine Selbstverständlichkeit.
00:11:42: Dass da diskutiert wird, ist völlig klar.
00:11:44: Dass man am Ende des Tages zu Ergebnissen kommt, ist auch völlig klar.
00:11:48: nur wir brauchen ja irgendeine Grundlage und diese Grundlage kann nur das Arbeitsministerium schaffen und deswegen fordere ich natürlich auf dass Arbeitsministerien um das mal ne Grundlage vorzulegen Und auf dieser Grundlage wird dann im parlamentarischen Verfahren wie bei jedem anderen Gesetz in Deutschland auch diskutiert.
00:12:07: In den Fraktionen, in den Anhörungen.
00:12:09: aber auf diesen Schritt müssen wir jetzt endlich mal kommen auf diese Stufe und das muss ja schon zügig gehen.
00:12:15: Das ist richtig!
00:12:16: Aber noch einmal vielleicht anders nachgefragt.
00:12:18: die Union verweist ja richtigerweise darauf dass man dieses Einsparvolumen beider Rente mit rein sechzig braucht um die Kapitaldeckung zu finanzieren.
00:12:28: Deswegen, wo wäre denn Ihre Schmerzgrenze?
00:12:30: Also wenn das jetzt von der anderen Seite so weit aufgeweicht wird dass man eben keine zehn Milliarden im Jahr mehr einspart sondern nur noch fünf.
00:12:37: würden Sie das mitgehen?
00:12:38: oder würden sie sagen nein das ist dann jenseits dessen was die Kommission auch vorgeschlagen hatte.
00:12:44: Ich finde die Diskussion über Finanzen in Deutschland immer etwas kurios weil am Ende des Tages lief es ja darauf hinaus Schuldenbremse ganz auflösen müssen.
00:12:53: Also irgendwie muss man es gegenfinanzieren und wenn die SPD ein Vorschlag hat sich an bestimmte Empfehlungen der Rentenkommission nicht zu halten, was sie machen kann dann muss sie um das zurechtfertigen ja auf der anderen Seite das Einsprachpotenzial irgendwie ausgleichen.
00:13:09: also es liegt ja an der SPD wenn Sie einen Punkt heraus lösen will zu sagen wie können wir das denn kompensieren?
00:13:15: Wie können wir euch denn entgegenkommen?
00:13:16: Das ist keine Aufgabe die die Union hat.
00:13:19: Wenn die Union sich nicht an Punkt halten will, dann muss sie sagen wir können es nicht mitgehen und deswegen schlagen wir folgendes vor.
00:13:27: Nur einfach nur zu sagen Wir schnüren das Paket auf haben aber keine Idee wie wir den entsprechenden finanziellen Ausfall kompensieren können.
00:13:35: Das halte ich für schwierig Und das kann die Union natürlich auch nicht mitmachen.
00:13:40: Also wenn die SPD sagt, wir wollen dass die Rente mit rein sechzig anders ausgestalten.
00:13:45: Dann muss sie natürlich auch Finanzierungsvorschläge machen weil Sie haben natürlich recht das Kernstück der Rentenreform ist die Kapitaldeckung ist die kapitalrente Die Stärkung der ersten Säule und deswegen dieses einfach Wir machen da nicht mit.
00:13:59: es ist für mich ein bisschen dünn in der Argumentation aber am Ende des Tages werden wir auch das im parlamentarischen Verfahren diskutieren und dafür brauchen wir eine Grundlage.
00:14:09: Da muss einfach was aus dem Ministerium von Herrn Schweizer kommen.
00:14:12: Jetzt haben Sie den Zeitplan schon angesprochen, die Union ist ungeduldig.
00:14:16: Die Kommission hatte im Juni die Ergebnisse präsentiert.
00:14:20: Reicht es denn, dass es noch Ende des Jahres einen Gesetzentwurf gibt wie März jetzt vor Kurzem sagte?
00:14:27: oder müsste der nicht eigentlich schneller kommen?
00:14:29: und müsste man nicht sagen bis Ende dieses Jahres müsste auch das parlamentarische Verfahren abgeschlossen sein?
00:14:34: Denn im nächsten Jahr gibt es sowohl ein Parteitag bei der SPD als auch es stehen dann wieder Landtagswahlen an.
00:14:41: Ja man hat sich darauf geeinigt, dass man das parlamentarische Verfahren in diesem Jahr abschließt.
00:14:45: Das sind ja keine Forderungen, die irgendwie aus der Luft gegriffen kommen.
00:14:48: Sondern darauf hat man sich zwischen den Koalitionspartnern vereinbart und ich finde das Problem in der Politik und der Vertrauensverlust der politischen Mitte hat viel damit zu tun dass man Dinge ankündigt und die danach nicht umsetzt.
00:15:05: Das ist eigentlich der Grund für Vertrauungsverluste so wie ich das wahrnehme in vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern.
00:15:11: Und deswegen, wenn wir zusammen vereinbart haben dass wir das parlamentarische Verfahren so schnell wie möglich abschließen wollen dann muss man das auch machen.
00:15:19: Anders bekommt man keinen Vertrauen zurück und deswegen ja so schnell Wie möglich?
00:15:25: Wir haben uns darauf verständigt dass wir es in diesem Jahr abschliessen.
00:15:29: Natürlich ist das das Ziel.
00:15:31: der Kanzler hat jetzt gesagt Dass wir in diesem Ja auf jeden Fall Das Gesetz durch das Kabinett bekommen müssen.
00:15:37: Auch das stimmt natürlich, aber insgesamt muss man sagen so schnell wie möglich diese Rentenreform verabschieden.
00:15:43: Das wäre für alle Parteien der richtige
00:15:45: Weg.".
00:15:45: Das Vertrauen in den Kanzler ist ja auch etwas angeknackst.
00:15:52: Der Kanzer hat jetzt auf dem Deutschlandtag zugesichert dass er sich eben für diese Reform einsetzt.
00:15:59: allerdings wird er ja am Ende auch daran gemessen ob seinen Worten Taten folgen.
00:16:05: Wie groß ist denn die Skepsis immer noch, dass er nicht vielleicht doch am Ende einknickt?
00:16:10: Weil der Widerstand bei der SPD zu groß ist.
00:16:13: Also die Erwartungshaltung, die wir haben, ist ja keine ungerechtfertigte.
00:16:17: Dass wir sagen, wir unterstützen Friedrich Merz deshalb damit wir Entscheidungen für Deutschland treffen.
00:16:22: Entscheidungen, die allen Generationen zugute kommen aber natürlich auch der jungen Generation nach vielen Jahren wo man die junge Generation ziemlich stark vernachlässigt hat.
00:16:31: Und deswegen ist das, glaube ich keine unfaire Erwartungshaltung die wir an den Kanzler äußern.
00:16:35: Deswegen ist es eine ganz klare Erwartungshaltung und die Skepsis bei Mitgliedern der Jungen Union rührt natürlich ein bisschen vom Rentenpaket des letzten Jahres was natürlich in keine gute Richtung ging.
00:16:48: aber ich glaube es ist ja auch ne Chance für die Koalition zu zeigen Wir sind reformfähig vor allen Dingen wir machen gesetzgeberische Maßnahmen Die den Namen Reform auch wirklich verdienen.
00:16:57: darum geht's Ja Und das ist jetzt eine Riesenaufgabe für den Kanzler und für den Arbeitsminister, aber ich finde auch eine riesen Chance für die Koalition zu zeigen.
00:17:05: Wir haben die Herausforderungen auf dem Schirm.
00:17:07: Wir nehmen sie wahr und treffen dann am Ende des Tages auch Entscheidungen.
00:17:10: Also da muss das Ziel für beide Partner sein und dann kann man auch ein neues Vertrauen bei den Leuten in Anspruch
00:17:15: nehmen.".
00:17:23: Sie können Pionier sein in Sachen KI und in ihrem Unternehmen künstliche Intelligenz zu Ihrem besten Mitarbeiter machen.
00:17:32: Das lernen sie im Pioneer Bootcamp.
00:17:35: Best of AI!
00:17:37: Sie bekommen gezeigt, welche KI-Tools für Ihre Firma richtig sind – und welche weniger geeignet.
00:17:44: Und wie die künstlichen Intelligenzen ihre Arbeit schneller, effizienter präziser macht?
00:17:51: Egal, ob sie Schreinermeister sind, Software-Ingenieurinnen oder Unternehmensberater.
00:17:57: Best of AI!
00:17:59: Am neunzehnten November kommt das Bootcamp nach Frankfurt am Main und am sechsohnzwanzigsten November nach
00:18:05: Hamburg –
00:18:06: alle Infos in den Shownotes.
00:18:09: Und was ist eigentlich heute in der Hauptstadt
00:18:12: los?
00:18:13: Auch da ist KI in der Wirtschaft das große Thema.
00:18:18: Der Kanzler hat den Chef des Chip-Riesen NVIDIA zum Fireside Chat begrüßt.
00:18:25: Chanson Wang sagt, dass das Wissen und die Daten vorhanden sind in Deutschland – Das Land müsse seine physischen Produkte also aus dem Maschinenbau und ähnlichen mit KI kombinieren.
00:18:40: Das Personal im deutschen Mittelstand werde alt, KI muss die Arbeit
00:18:45: übernehmen.".
00:19:15: Passend dazu wollen Deutschland und NVIDIA künftig kooperieren – und in KI investieren.
00:19:21: Wirtschafts- und Forschungsministerium haben eine Vereinbarung abgeschlossen mit dem
00:19:26: Chip-Geganten.".
00:19:27: Was steht da drin?
00:19:29: NVIDIA erklärt die Absicht, seinen Entwicklungsengagement in Deutschland auszubauen.
00:19:35: Man will gemeinsame Forschungsprojekte nach vorne treiben – dazu technische Beratung anbieten, Forschungswissen, Robotik!
00:19:44: NVIDia könnte zudem Wissen zur Aufbereitung von Trainingsdaten und zum Training Testen und Einsatz großer KI-Modelle einbringen.
00:19:54: Das Ganze findet statt im Rahmen einer großen Investitionsoffensive, für die der Kanzler Wirtschaftsführer aus der ganzen Welt eingeladen hat.
00:20:04: Von Amazon bis Salando – damit soll Geld nach Deutschland gebracht werden!
00:20:10: Der Kanzlersagte gestern dazu beim Auftakt-Event.
00:20:36: Fazit, starke Worte.
00:20:38: Jetzt braucht es nur noch starke Taten!
00:20:42: Die Wirtschaft würde es freuen – investieren macht mehr Sinn als enteignen.
00:20:50: Und was ist heute
00:20:51: an den Finanzmärkten los?
00:20:53: Wer das wissen will, der hört jeden Morgen ab fünf Uhr den Pioneer-Podcast Frontrunners auf Apple Podcasts Spotify in der Pioneer App.
00:21:03: Alle News direkt von den Kapitalmärkten KI unterstützt und topaktuell mit dem Stimmzwilling von Gabor Steingart
00:21:12: klingt so!
00:21:15: Die Financial Times blickt aus Sicht der Kapitalmärkte auf die Folgen der Krawalle in Frankreich.
00:21:28: Betont wird, dass der Ausverkauf französischer Staatsanleihen wieder aufflampt – die Rendite zehnjähriger stied gestern auf gut vier Komma neun Prozent!
00:21:37: Es war einer der schlechtesten Tage des Jahres für den Markt.
00:21:40: Nach der Plünderung von mindestens dreitausend Geschäften rechnet der Französische Handelsverband mit Schäden von mehreren hundert Millionen Euro.
00:21:49: Außerdem wird auf andere Länder Europas geschaut, wo es ebenfalls zu gewalttätigen Ausschreitungen kam – etwa in Italien.
00:21:57: Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat bereits ein hartes Vorgehen angekündigt.
00:22:02: Bloomberg berichtet über einen Interview mit Friedrich Merz.
00:22:05: In diesem warnt der Bundeskanzler das Europa die russische Bedrohung unterschätze.
00:22:11: Es heißt Vladimir Putin wolle die Ukraine besiegen und zugleich die Demokratie in Europa untergraben.
00:22:18: Zitat Merz, Russland ist dabei die gesamte politische Ordnung unseres europäischen Kontinents zu destabilisieren.
00:22:25: Bei jedem Treffen versuche er Donald Trump davon zu überzeugen dass ein stabiles Europa auch im amerikanischen Interesse liege.
00:22:33: Europa wolle stark genug werden um sich innerhalb der NATO eigenständig zu verteidigen.
00:22:40: Wie sieht's an den Märkten an diesem Morgenhaus?
00:22:43: Die Futures an der Wall Street deuten auf einen leicht freundlichen Staat.
00:22:47: Die Kontrakte auf alle großen US-Aktienindizes liegen im Plus.
00:22:51: Gestern hatten Technologiewerte die Wall Street nach dem Ausverkauf der Vorwoche wieder angeschoben, den Nasdaq legt über ein Prozent zu – Der Dau trat auf der Stelle!
00:23:02: Der DAX-Kontrakt notiert für heute im Minus.
00:23:04: Damit würde der Trend vom Wochenauftakt fortgesetzt.
00:23:08: gestern ist der DAX wieder unter die twenty-fünfzigtausend fünfhundert Punkte Marke gerutscht.
00:23:13: Inflations und KI sorgen drücken den Dachs.
00:23:16: Belastet haben aber auch die Ausschreitungen in Frankreich!
00:23:48: Ihre Carina Möschbauer.
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