CSU-Landesgruppenchef warnt Bas | Wohlstand für alle in 2026? | Neues von AppleNeue Episode
Shownotes
Das gebrochene Aufstiegsversprechen, CSU und die Katze Choupette — darum geht es in dieser Ausgabe.
Friedrich Merz skizziert ein „Yes we can“-Deutschland als Vorreiter beim Klimaschutz, doch Karina Mößbauer hält dagegen: Das alte Aufstiegsversprechen trägt nicht mehr. Während Ludwig Erhards „Wohlstand für alle“ einst Millionen mobilisierte, schrumpft heute die Mittelschicht, junge Menschen glauben seltener, es einmal besser zu haben als ihre Eltern, und hohe Steuern, Abgaben und Baukosten bremsen Vermögensaufbau wie Wohneigentum. Deutschland braucht ein neues Wirtschaftswunder und eine erneuerte Aufstiegs-Erzählung.
Im Gespräch: Alexander Hoffmann, Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, erklärt im Gespräch mit Karina Mößbauer, wie die CSU als dritter Partner in der schwarz-roten Koalition agiert, wo sie mit der SPD zusammenkommt – etwa beim „S“ im Parteinamen – und wo Konflikte verlaufen, etwa bei der Wahlrechtsreform.
„Hauptstadt Briefing‘‘ Live mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder
Die The Pioneer Expeditionen — alle Informationen hier.
Mythos Katze: Karl Lagerfelds Choupette ist am Ende doch nicht die reichste Katze der Welt geworden.
An dieser Podcast-Folge haben redaktionell mitgewirkt: Eleanor Cwik, Nina Hecklau, Stefan Lischka (Leitung) und Marc Saha (Leitung Interviewplanung). Produktion: Thomas Güthaus
News statt Noise. Inspirierend, unabhängig und 100 % werbefrei. Wir wollen nicht missionieren, sondern informieren. Die Meinung des Anderen gehört zelebriert.
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:06: Guten Morgen, mein Name ist Karina Mößbauer und wir starten jetzt gemeinsam in diesem neuen Tag.
00:00:11: Heute ist Dienstag der neunte Juni.
00:00:15: Friedrich Merz versuchte sich dieser Tage als Yes We Can Kanzler.
00:00:21: Das Original Barack Obama klang dabei dann doch etwas lässiger Aber immerhin.
00:00:33: Friedrich Merz entwarf ein Deutschland, das als weltweiter Vorreiter bei modernsten Klimaschutz andere inspirieren könnte.
00:00:42: Wir werden die Akzeptanz
00:00:44: für Klimaschutz nur dann erhalten,
00:00:46: wenn wir das mit modernsten Technologien schaffen und wenn wir damit Vorreite auf der Welt werden – wenn andere nicht mehr mit erstaunen?
00:00:57: sondern
00:00:57: mit Staunen
00:00:58: auf Deutschland, blicken und sagen so wie die Deutschen das technologisch machen.
00:01:03: So wollen wir das auch
00:01:04: machen.".
00:01:05: Merz meinte es auch wirklich ernst mit seiner Version von Think Big auf dem Landesparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommern.
00:01:27: Nur, damit Deutschland als Land wieder vorankommt müssen auch seine Bürgerinnen und Bürger bereit sein.
00:01:34: Metaphorisch gesprochen die extra Meile zu gehen sich anzustrengen nicht Feierabend zu machen wo es die Uhrzeit zulassen würde.
00:01:43: Der kraftvollste Motivator dazu war im Nachkriegsdeutschland der Wunsch nach dem sozialen Aufstieg.
00:01:51: dieser hat Millionen Menschen mobilisiert und angetrieben Vom Tellerwäscher zum Millionär oder doch zumindest zum bescheidenen Wohlstand.
00:02:02: Das war für Generationen in Deutschland kein Luftschloss, sondern sehr wohl realistisches Ziel.
00:02:10: Vorausgesetzt, man war bereit dafür hart zu arbeiten.
00:02:13: Dann konnte auch der berühmte Dachdecker- oder Fliesenleger am Ende seines Erwerbslebens in den eigenen vier Wänden wohnen – ganz im Sinne von Ludwig Erhards Leitspruch!
00:02:26: ein neues individuelles Lebensgefühl und damit einen anderen folglichen Lebensstil entwickeln möchte.
00:02:34: Das sagte der legendäre Wirtschaftsminister im Jahr nineteenhundert siebenundfünfzig, doch die Realität im Jahr zweitausendsechsundzwanzig sieht leider anders aus.
00:02:45: Die Mobilität in Sachen Status hat massiv abgenommen.
00:02:49: Das Aufstiegsversprechen hat seine Magie verloren und spottet inzwischen vielen märchenhaften Träumen.
00:02:57: Fleiß-Talent und Disziplinen reichen heute eben oft nicht mehr aus, um Arbeiterkindern den Weg in die Mittelschicht oder noch weiter zu ebnen – im Gegenteil!
00:03:07: Die Mittelsschicht in Deutschland schrumpft sogar Zählten in der gesamten Bevölkerung noch bis zu einem Jahrzehntel, waren es nur noch seit dem Jahr.
00:03:20: In keinem vergleichbaren Industrie-Land USA inklusive ist die Mitte der Art unter Beschuss wie eine Studie der OECD und der Bertelsmann Stiftung zeigt.
00:03:32: Betroffen ist vor allem die junge Generation.
00:03:35: Schafften in den Achtziger und Neunziger Jahren immerhin noch einundseitig Prozent der damals dreißig bis neunundreißig Jägen, den Aufstieg in die Mittelschicht gelingt dies heute nur noch einunsechszig Prozent.
00:03:48: Das Eins-zu-wirkmächtige Versprechen hat also an Überzeugungskraft eingeböst – gerade bei den Jungen, die die Zukunft dieses Landes doch bauen müssten!
00:04:00: Über vierzig Prozent der vom Ludwig Erhard Forum befragten achtzehn bis fünfundzwanzigjährigen Glauben entsprechend nicht mehr daran, dass sie es einmal besser haben könnten als ihre Eltern.
00:04:10: Bei einem Drittel hat daher die Motivation nachgelassen sich mit den eigenen Fähigkeiten einzubringen und das Land voranzubringen – ein dramatischer Befund!
00:04:21: Der Hauptgrund für diese zunehmende soziale Versteinerung ist dass der Staat immer fetter und damit auch gieriger wird.
00:04:30: Wer heute das eins Komma fünf fache Durchschnittseinkommen verdient, der muss bereits den Spitzensteuersatz blechen.
00:04:37: in den sechziger Jahren war dazu mal das Fünfzehnfache nötig.
00:04:41: Bei Sozialbeiträgen bewegen wir uns rasant Richtung fünfzig Prozent, wenn jetzt nicht massiv gegengesteuert wird.
00:04:48: Damit belegt Deutschland laut OECD einen Spitzenplatz bei der Steuer- und Abgabenlast lediglich übertroffen von
00:04:55: Belgien.".
00:04:57: Mit immer weniger Netto vom Bruto lässt sich logischerweise nicht mehr so gut was ansparen – Der Staat hemmt damit den Vermögensaufbau!
00:05:06: Das zeigt sich ebenfalls im OECDRanking.
00:05:10: Mit ihrem Netto-Geldvermögen landen die Deutschen nur auf Platz treizend.
00:05:14: Auch beim Immobilienkauf wirkt der Staat als Kostentreiber, die Grunderwerbsteuer hat sich in vielen Bundesländern in den vergangenen Jahren fast verdoppelt – auf sechs Komma fünf Prozent!
00:05:26: Beim Bau von Wohnungen und Häusern langt der Stadt zudem über die Umsatzsteuer ordentlich hin Nicht zu vergessen, Energieeffizienz Schallschutz Brandschutz Vorgaben für Fassadengestaltung.
00:05:37: Die Regelwut macht Häuser und Wohnungen kostspielig – und so zum Luxusgut!
00:05:43: Das Ergebnis?
00:05:44: Nur jeder zweite Deutsche verfügt heute über Wohneigentum.
00:05:49: Europaweit der vorletzte Platz.
00:05:52: Für junge Menschen die ambitioniert sind und sich etwas aufbauen wollen ist Deutschland also zunehmend unattraktiv.
00:06:00: Jeder fünfte der jungen Erwachsenen-Plan konkret ins Ausland zu ziehen, zeigt die Trendstudie Jugend in Deutschland.
00:06:07: Schon heute verlassen bis zu twohundert neunzig tausend Deutsche ihre Heimat – jedes Jahr!
00:06:13: Die große Mehrheit unter ihnen jung und gut ausgebildet.
00:06:18: Das lässt Deutschland ausbluten.
00:06:21: Um diesen Adalas zu stoppen braucht es nicht nur ein neues Wirtschaftswunder sondern auch eine Neuerfindung des Aufstiegsversprechens.
00:06:31: Er hat's Wohlstand für alle, muss knapp siebzig Jahre später noch genauso Credo für politisches Handeln sein!
00:06:43: Unsere weiteren Themen heute Morgen – Alexander Hoffmann ist Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag.
00:06:49: Auf der Pioneer One haben wir über den Streit ums Wahlrecht gesprochen.
00:06:53: Deswegen ist die SPD dringend aufgerufen, sich an das zu halten was sie uns im Koalitionsvertrag zugesagt
00:06:59: hat.
00:06:59: Also dass bei Hahn auf Parität wäre ein Vertragsbruch?
00:07:03: Ja!
00:07:04: Börsenreporterin Anne Schwed kennt die wichtigsten News von Apple
00:07:08: und
00:07:08: wir lernen eine Katze kennen, die fast die Reichste ihrer Art geworden wäre.
00:07:16: Was im Namen der Schwarz-Rotenkoalition unterschlagen wird, dass es sich hierbei nicht um eine zwei Parteien sondern eine drei Parteinkonstellation handelt.
00:07:27: SPD CDU und CSU.
00:07:31: Die Christlichsoziale Union aus Bayern mischt auch im Bund mit Und Stadthalter für Markus Söder in Berlin ist er Landesgruppenchef.
00:07:39: Alexander Hoffmann Der Jurist hält die Interessen des Freistaats auf Bundesebene hoch bildet mit seinen Kollegen aus der Fraktionsspitze Jens Spahn und Matthias Mirsch das Trio, dass den sogenannten Geist von Würzburg nach Berlin trägt.
00:07:56: Also – das sehr verständnisvolle und konstruktive Miteinander, das von der Fraksionsklausur im vergangenen Jahr kolportiert wird.
00:08:05: Doch die CSU ist nicht immer automatisch auf Seiten der CDU.
00:08:10: Das S im Namen verbindet sie schließlich mit den Sozialdemokraten!
00:08:16: Ich habe mit Alexander Hoffmann gesprochen über die SPD und Gemeinsamkeiten sowie Differenzen, zum Beispiel bei der Wahlrechtsreform.
00:08:24: Aber auch über Differensen, die zuletzt innerhalb der CSU deutlich wurden – Stichwort Rieffreundschaft!
00:08:33: Los geht es erstmal mit dem generellen Stand des Agenda-Jahres und der Debatte um die Gesundheitsreform!
00:08:44: Herr Hoffmann, mit Blick auf die Vorschläge von Nina Wagen zur Pflegereform gibt es ja jetzt Widerstand aus ihren Reihen der CSU aber auch von der SPD zum Beispiel was die Reduzierung von Rentenpunkten und pflegenden Angehörigen angeht.
00:08:59: Wir haben das in den Koalitionsverhandlungen schon mal beobachten können dass es so ein Art Schulterschluss gab der beiden S-Parteien also CSU und SPD.
00:09:08: beim Thema Rente sind sie sich im Bereich der Sozialreform manchmal näher als die beiden Schwesterparteien CSU und CDU?
00:09:18: Also was uns als CSU treibt, ist dass wir nicht als kalte Koalition wahrgenommen werden wollen.
00:09:23: Wir haben verschiedene schwierige Reformdebatten, die wir führen müssen und das in hochemotionalen um menschlich sensiblen Bereichen wie Gesundheit und dann vor allem noch mal Pflege wo es um die Schwächsten in unserer Gesellschaft geht.
00:09:37: Und da ist vor allen wichtig, dass wir da ganz genau drauf gucken weil Sozialstaat sein, dass er immer auch die Schwächsten, die sich nicht mehr helfen können im Blick behält.
00:09:49: Und deswegen ist es gut wenn wir dort Diskussionen führen und da liegt's natürlich womöglich manchmal nahe das dann eine Partei, die halt so einen starken Blick auf die soziale hat wie die SPD an der Stelle in unsere Nähe rückt.
00:10:04: Sie wissen aber, dass das entzwischen in der CDU teilweise schon gefürchtet wird?
00:10:10: soweit würde ich nicht gehen.
00:10:11: Also es ist schon so, manchmal ist die Rede von den zwei S-Parteien aber ich glaube dass diese Koalition durchaus ihre Stärke daraus entwickelt das sie eben drei unterschiedliche Parteien hat mit einer unterschiedlichen Schwerpunktsetzung.
00:10:25: und wenn wir da das Beste aus jeder Welt auf den Tisch bringen und vereinbaren können, können wir Großes für dieses Land leisten.
00:10:33: Wenn Sie das jetzt schaffen gemeinsam mit der SPD zu blockieren, dass die Rentenpunkte reduziert werden.
00:10:42: Machen Sie dann einen anderen Vorschlag das am Ende zumindest man bei der Einsparsumme da ankommt wo Waken eigentlich gestartet war.
00:10:51: Ich bin ja noch gar nicht an der Stelle, dass ich sage das geht mit uns nicht.
00:10:54: Sondern ich habe gesagt, das müssen wir uns genau angucken weil wir eben genau schauen müssen welche Wirksamkeit hat es einerseits natürlich finanziell aber natürlich gleich auch menschlich emotional als politische Signale und deswegen muss man das genau bewerten.
00:11:09: Aber die Zeiten von reiner Blockadehaltung sind vorbei Die können wir uns schlichtweg nicht leisten.
00:11:15: ein einfaches Nein genügt heute nicht sondern man muss dann schon auch sagen wie man es stattdessen machen würde.
00:11:21: und auch das muss in der Bewertung eine Rolle spielen, weil das Schlimmste für dieses Land wäre.
00:11:26: Wenn wir in diesen Reformen nicht zum Abschluss kommen dann ist nämlich Leidtragender der einfache Bürger, weil einfach die Kosten für zB gesetzliche Krankenversicherung, die Kosten von Pflegeversicherungen in eine Höhe steigen wie wir es nicht mehr verantworten können im Übrigen auch nicht für den Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandort Deutschland.
00:11:44: Außerdem ging es um die Wahlrechtsreform der Ampel.
00:11:47: Die deckelt nämlich den Bundestag auf sixhundertdreißig Abgeordnete.
00:11:53: Die Anzahl der Zweitstimmen entscheidet darüber, wie viele Kandidaten letztendlich reinkommen.
00:11:59: Damit gibt es auch Wahlkreisgewinner die trotzdem wegen der Deckelung nicht ins Parlament einziehen dürfen.
00:12:06: Bei der letzten Bundestagswahl gingen dreiundzwanzig Wahlkreistgewinne am Ende leer aus.
00:12:13: so mancher CSU-Kandidat hatte da das Nachsehen.
00:12:17: Die aktuelle Regierung wollte das laut Koalitionsvertrag eigentlich ändern, aber es bewegt sich seit Monaten nichts.
00:12:25: Denn die SPD will nur noch mal ans Wahlrecht, wenn Parität danach garantiert ist – heißt dass am Ende genauso viele Frauen wie Männer im Bundestag sitzen.
00:12:36: Alexander Hoffmann ist alles andere als erfreut!
00:12:43: Thema Wahlrecht ist ja im Koalitionsvertrag eigentlich vereinbart.
00:12:47: Nun hat die SPD vor allem Werbel Bars aber die Forderung aufgestellt, dass sie nur mit Parität zu machen sei.
00:12:56: Wenn man da jetzt nicht weiter kommt wie bislang der Fall also seit Monaten stockt es muss sich die CSU dann da eigentlich von einer Reform verabschieden?
00:13:08: Ich will zunächst mal feststellen wenn man die beiden Themen nebenan legt Parität und Wahlrecht, dann gibt es einen signifikanten Unterschied.
00:13:15: Die Wahlrechtsreform mit Ergebnis nämlich dass jeder der an den Wahlkreis gewinnt in den Deutschen Bundestag einziehen kann die ist im Koalitionsvertrag vereinbart für uns eine wichtige Voraussetzung gewesen diesen Vertrag zu unterschreiben.
00:13:29: Und das Thema Parität war nur versehen mit einem Prüfauftrag.
00:13:33: dem wurde im übrigen auch nachgekommen und deswegen ist die Verknüpfung die Bärbel-Bastermacht widerspricht in grober Art und Weise dem Koalitionsvertrag.
00:13:43: Und der Koalationsvertrag
00:13:46: ist
00:13:48: der stabilisierende Faktor einer Koalition, eine Vertrauensbasis – da muss man einfach sagen das macht mit der Erfolgsfähigkeit einer Koalition etwas wenn ein Partner sich einseitig aus dem Koalitionsvertrag zurückzieht.
00:14:08: Das würde jeder von uns im privaten Bereich bei Verträgen genauso empfinden und deswegen ist die SPD dringend aufgerufen sich an das zu halten, was sie uns im Koalisionsvertrag zugesagt
00:14:19: hat.
00:14:19: Also dass Beharrenaufparität wäre ein Vertragsbruch?
00:14:24: Ja
00:14:25: Sie haben ja vergangene Woche auch gesagt, dass der Koalrationsvertrag von der CSU zumindest nicht unterschrieben worden wäre ohne diese Vereinbarung.
00:14:34: Wenn das dann nicht kommt, wie eben im Koalitionsvertrag vereinbart – welche Konsequenzen hätte das für diese Koalition?
00:14:42: Dieser Satz stammt von mir und das Wichtige dabei ist die SPD weiß das.
00:14:49: Die SPD weiß, wie wichtig uns Wahlrecht Und ich habe das schon mehrfach formuliert.
00:14:55: Das ist eine schwere Hypothek für diese Koalition, wenn die SPD hier nicht vertragstreu ist in herausfordernden Zeiten.
00:15:03: Wir haben ein hohes Maß an staatspolitischer Verantwortung überhaupt keine Frage.
00:15:06: deswegen ist es jetzt nicht so dass wir als CSU die Nerven verlieren und Abgeordnete sagen wir machen jetzt mit der SPD keine gemeinsame Sache mehr weil sie da nicht wart hält.
00:15:18: Das hängt aber vor allem damit zusammen, dass wir alle das Vertrauen in die SPD haben.
00:15:21: Dass sie beiträgt und sagt ihr wollt, ihr habt recht!
00:15:24: Wir haben das vereinbart und wir werden es mit euch
00:15:27: umsetzen.".
00:15:27: Wie sehr belastet ist aktuell das Verhältnis?
00:15:30: Aktuell noch nicht, vor allem deswegen weil ich dankenswerterweise bei den Kolleginnen und Kollegen für die das ein wichtiges Thema ist feststellt dass sie einen hohes Maß an staatspolitischer Verantwortung mitbringen.
00:15:42: Da macht es sich niemand so einfach und sagt jetzt das Wahlrecht fehlt mir jetzt, jetzt habe ich keine Lust mehr mit der SPD zur Vereinbarung zu kommen.
00:15:49: An dieser Stelle sind wir nicht, findet da keine Verknüpfung statt.
00:15:53: aber ich glaube unter Hinweis darauf will ich das einfach nur mit der Aufforderung an die SPD verbinden wieder an den Tisch zu setzen und dann das umzusetzen, was wir im Koalitionsvertrag vereinbart haben.
00:16:04: Was ich aber sagen will es geht beim Thema Wahlrecht nicht um die CSU sondern es geht um den Wähler.
00:16:08: Wir erleben Zeiten von Politikverdrossenheit Die Menschen entfremden sich immer weiter von der Politik Und jetzt gibt es ein Wahlrecht dass am Ende das was der Wähler will nicht mehr abbildet.
00:16:19: Da gewinnt jemand den Wahlkreis womöglich mit einem tollen Wahlkampf Mit großartigen Veranstaltungen hohem Interesse.
00:16:25: Der Wähler Gewinnt in knapp Und dann zieht er nicht in den Deutschen Bundestag ein und womöglich wird an dieser Wahlkreis gar nicht vertreten.
00:16:33: Oder er wird von jemandem vertrete, das ist aktuell ja auch der Fall, der deutlich unterlegen war.
00:16:39: Also wo der Wähler gesagt hat nee, den will ich eigentlich nicht für diesen Wahlkreist im Berlin.
00:16:43: Das ist eine Schieflage und deswegen sagen wir wer gegen Politikverdrossenheit etwas machen will.
00:16:48: Der braucht einen Wahlrecht dass der Wähler versteht und nachvollziehen kann.
00:16:52: Irritationen löst aber nicht nur der Koalitionspartner aus Auch CSU-Intern sorgt jemand für Kopfschütteln.
00:17:02: Der Fraktionsvorsitzende der Konservative im Europaparlament, Manfred Weber.
00:17:07: Er hatte einen fünfseitigen Pfingstbrief an seine Partei geschrieben in dem er mehr Konzept sowie mehr Gemeinschaftsgefühl fordert.
00:17:17: und auch wenn Markus Söders Name dabei nicht einmal fällt die Kritik am CSU Chef ist mehr als nur Subtext Alexander Hoffmann dazu.
00:17:27: In der CSU schreibt man sich jetzt auch öffentlich Briefe.
00:17:30: Der Pfingsbrief von Manfred Weber wurde von vielen zumindest als Frontalangriff auf den Parteichef Markus Söder verstanden, wie gespeiten ist die CSU aktuell?
00:17:50: wirklich große Herausforderungen vor uns, Herausforderung von einem historischen Ausmaß und da braucht es eine starke Partei.
00:17:57: Eine geschlossene Partei, eine Partei die sich nicht mit sich selbst beschäftigt, weil im Übrigen schon immer so das Parteien die sich mit sich selber beschäftigen beim Wähler ohnehin nicht gut angesehen sind.
00:18:07: Und deswegen ist das eine unglückliche Konstellationen und die Kolleginnen und Kollegen haben die Erwartungshaltung dass ich sage jetzt mal keine weitere Diskussion geführt wird, weil uns das letztendlich in der Außendarstellung nur schwächt.
00:18:23: Nicht nur an der Außendarstellung – auch der Parteichef ist ja dadurch geschwächt!
00:18:26: Wie geschwecht ist er dann durch diese Personaldebatte?
00:18:30: Ich erlebe im Moment weniger, weder in der Landesgruppe noch in der Landtagsfraktion eine Personalfrage.
00:18:36: Manchmal habe ich das Gefühl nur eine einzige Person in der CSU
00:18:40: führt
00:18:40: eine Personaldebatte.
00:18:42: die Abgeordneten, die hier in Berlin Verantwortung tragen haben alle einen Blick auf die Kommunalwahl.
00:18:48: Die kommunale Wahl war für uns mit schweren Niederlagen verbunden.
00:18:52: Das muss dazu führen dass wir als CSUs mit der Ursache beschäftigen.
00:18:56: aber Markus Söder steht als parteivorsitzender Stark, er ist ein guter Ministerpräsident.
00:19:01: Er ist gut für Bayern und er ist gut.
00:19:02: die CSU Und alle anderen Debatten würden uns da nur die Kraft rauben.
00:19:07: Was wollte man Fried Weber dann mit diesem Brief bezwecken?
00:19:11: Das muss der geneigte Leser des Briefes am Ende selbst beurteilen.
00:19:15: Was ist Ihre Interpretation?
00:19:18: Die denke ich mir
00:19:21: Aber teilen Sie nicht mit uns.
00:19:23: Wir brauchen Geschlossenheit und keine Personaldebatte Für die Herausforderungen, die wir vor uns haben.
00:19:29: Damit sage ich vielen Dank, Alexander Hoffmann.
00:19:32: Gerne!
00:19:35: Übrigens am Donnerstag begrüße ich den CSU-Chef Markus Söder in Berlin auf der Pioneer One vor Publikum.
00:19:42: alle Infos in den Show Notes.
00:19:43: Ich freue mich wenn sie dabei sind.
00:19:49: China und Saudi Arabien zwei Länder im Umbruch Im Aufbruch In der Transformation Und Zwei Staaten die immer mehr an Bedeutung gewinnen Ökonomisch als auch geopolitisch.
00:20:02: Aber wie sieht die Welt vor Ort aus?
00:20:04: Wie denken Politiker, Unternehmerinnen und Unternehmer und Bürger in diesen Ländern.
00:20:10: Was wird dort produziert – und wie?
00:20:13: Welche Innovationen kommen von dort?
00:20:15: Das alles erfährt man nur wenn man die Länder besucht!
00:20:19: Und genau das können sie tun.
00:20:21: auf zwei neuen Pioneer Expeditionen Mit dem China-Korrespondenten Frank Siren, der selbst seit gut dreißig Jahren im Peking lebt, bereisen sie zehn Tage lang vier Städte im Reich der Mitte.
00:20:34: Unter anderem Hongkong und Shenzhen.
00:20:36: In Hintergrundgesprächen und Ausflügen begreifen Sie das Land aus einer neuen Perspektive.
00:20:42: Eine weitere Expedition geht nach Saudi Arabien – in Begleitung meiner Kollegin Chelsea Speaker.
00:20:48: Sie erleben Riat und Chidder, bekommen fünf Tage lang einen Einblick in die Strukturen, Wirtschafts- und Denkweise des Landes.
00:20:58: Wie was und wo erfahren sie unter dem Link in den Shownotes?
00:21:04: Und was ist heute an den Finanzmärkten los?
00:21:07: Na da sprechen alle über die Apple Entwicklerkonferenz!
00:21:11: Anne Schwedt, unsere Frau an der Wall Street hat sich angesehen.
00:21:14: Guten Morgen, Anne.
00:21:16: Guten Morgen Karina!
00:21:17: Ja, im Mittelpunkt stand ganz klar der große KI-Schuh für Apple.
00:21:21: Auf der Konferenz hat der Konzern neue Version seiner Software gezeigt mit einem deutlich verbesserten Siri das künftig viel stärker wie ein Chatbot funktionieren soll – Mit Kontext auch versteht was auf dem Bildschirm passiert und eng mit Apples Apple Intelligence verknüpft ist.
00:21:37: Spannend für die Märkte.
00:21:38: dabei ist auch, Apple bindet dabei auch Google's Gemini-Modelle mit ein und versucht so bei generativer KI zu den großen Rivalen aufzuschließen.
00:21:47: An der Börse kommt das tatsächlich aber gemischt an.
00:21:50: Viele hatten sich genau so'n klares KI Update gewünscht nach dem Apple im Vergleich zur anderen techiganten Jahr als Nachzügler galt.
00:21:58: Gleichzeitig ist aber noch offen wie schnell die neuen Funktionen tatsächlich bei den Nutzern ankommen und zusätzliche Umsätze zum Beispiel über Dienste oder teure Geräte.
00:22:06: In emotionaler Akzent war außerdem, dass das die letzte Keynote unter Tim Cook war bevor er im Herbst sein CEO-Posten abgibt und auch das sorgt hier an der Wall Street für die Frage ob mit dem Chefwechsel vielleicht ein aggressiverer KI Kurs kommt.
00:22:23: Die Aktie von Apple fiel aber gestern um zwei Prozent
00:22:26: Und Anne sagt uns wie ist die Börse sonst so in die Woche gestartet?
00:22:31: Tatsächlich
00:22:31: versöhnlicher als viele nach dem Abschutz von Freitag befürchtet hatten.
00:22:36: Der S&P-Verfahrenwert ist zum Wochenstart um Null, drei Prozent gestiegen – die näßte knapp Null und neun Prozent.
00:22:42: Und der Dau lag leichte Minus, was aber eher eine technische Gegenbewegung war.
00:22:46: Getragen wurde es vor allem von den Chip-Werten.
00:22:49: Der Halbleiter ITF hat nach dem Zehntprozent Crash vom Freitagen etwa sechs Prozent zugelegt.
00:22:54: Micron lag zeitweise fast zehn Prozent im Plus auch in Video und Broadcom haben sich erholt.
00:23:00: Gleichzeitig bleibt der geopolitische Hintergrund angespannt.
00:23:04: Nach neuen Angriffen zwischen dem Iran und Israel sind die Ölpreise zwar weiter hoch, aber etwas von ihren Tageshochst.
00:23:11: tatsächlich wird zurückgekommen nachdem Donald Trump und Tehran Signale gesendet haben das der Bafnestilstand grundsätzlich weitergehen soll.
00:23:19: Unterm Strich wirkt der Markt zum Starten die Woche eher so, als würde er den Schock der KI-Korrektur erst mal verdauen mit einer leichten Erholung bei Tech aber mit einem sehr wachen Blick auf die Naheauskonflikt und auch jetzt die anstehenden Inflationsdaten und den SpaceX IPO diese Woche.
00:23:38: Liebe Pioneers, ich hoffe diese Episode hatte Ihnen gefallen.
00:23:42: Abonnieren Sie gerne unseren YouTube-Kanal.
00:23:44: und noch ein kleiner Hinweis – hier bei YouTube hören sie eine gekürzte Variante dieses Podcasts!
00:23:50: Die Version in voller Länge gibt es auf thepioneer.de und überall da wo es gute Podcasts gibt.
00:23:57: Ich wünsche Ihnen jetzt einen gut gelaunten Start, voller Zuversicht in diesen neuen Tag.
00:24:03: Ihre Carina Möschbauer.
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